Wir

Der Heidschnuckenhof besteht seit über 20 Jahren im Weisendorfer Ortsteil Schmiedelberg, in der Nähe von Erlangen. Zuerst als Schäferei betrieben, ging es über die Jahre hinweg, begonnen als Selbstversorger, immer weiter hin zur Gemüseproduktion. Bekannt vom Erlanger Wochenmarkt und vielen Wochenendmärkten in ganz Bayern, begann schließlich im Jahr 2015 die Zusammenarbeit mit der solidarischen Landwirtschaft Erlangen. Im Jahr 2019 haben wir, das sind Paul und Tim, den Betrieb auf dem Heidschnuckenhof übernommen.

Jungpflanzen

Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Pflanzen ihren gesamten Lebenszyklus auf unserem Hof verbringen. Vom Samenkorn über die Auspflanzung bis zur Ernte. In unseren Gewächshäusern ziehen wir unsere Pflanzen selbst vor oder säen sie direkt auf unserem Acker aus. Dies ist unserer Ansicht nach ein wichtiger Bestandteil nachhaltiger Landwirtschaft. Leider ist die eigene Aufzucht aus Saatgut sehr arbeitsintensiv und empfindlich, da Gemüsejungpflanzen zum Teil sehr schnell und stark auf Temperaturschwankungen, Veränderungen in der Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung reagieren. Wir können dies daher nicht für alle unsere Gemüsesorten leisten, weshalb wir ein Teil unserer Pflanzen von spezialisierten Jungpflanzengärtnereien beziehen.

Regional & Saisonal

Unser Gemüse wächst ausschließlich auf unseren Ackerflächen in Weisendorf. Alle unsere Kulturen bauen wir selbst an und kaufen nichts zu. Saisonal bedeutet hier auch nachhaltig: Bei uns gibt es keine Tomaten oder Gurken im Januar oder Zucchini im November. Daher wechselt unser Angebot die ganze Saison über regelmäßig.
Unsere Tomaten, Gurken, Auberginen und Paprika wachsen in drei Folientunnel-Gewächshäusern direkt in der Erde. Die Folientunnel sind nicht beheizt, daher werden die kälteempfindlichen Tomaten erst nach den Eisheiligen gepflanzt.

Samenfeste Sorten

Wir verwenden für unsere eigenen Saaten ausschließlich gentechnikfreie, samenfeste Sorten. Samenfest bedeutet, dass wir die Samen, welche wir aus den reifen Früchten der Pflanzen gewinnen, im nächsten Jahr wieder aussäen können.
Wir beziehen unsere Samen ausschließlich von Produzenten aus Deutschland.

ohne chemische Düngemittel und ohne Spritzmittel

Anstatt mineralische Düngemittel zu nutzen, setzen wir auf rein organische Dünger – Im Vordergrund steht hier Mist aus unserer eigenen Produktion, sowie Kompost in der Verbindung mit Gründüngern, welche im Boden wertvollen Stickstoff aus der Luft anreichern. Durch eine schonende, maschinenfreie Bearbeitung unserer Beete, geben wir dem Boden die Chance wieder ein natürlicher Lebensraum für Bakterien und Würmer zu werden, welche uns maßgeblich in der Düngung unterstützen.
Aus Überzeugung möchten wir auf Spritzmittel verzichten und setzen zum Schutz vor Schädlingen Netze und Vliese ein. Zum Schutz vor Wildtieren, für welche unser Acker einem Buffet gleich kommt, haben wir einen Zaun.

Was wir sonst noch tun

WASSER

Gemüse wächst in unserem Klima leider nicht ohne künstliche Beregnung – der Klimawandel ist in vollem Gange und beschert uns im Sommer immer häufiger lange Trockenzeiten. Wir versuchen mit einem durchdachten Bewässerungskonzept die von uns benötigte Wassermenge so gering wie möglich zu halten. So haben sich zum Beispiel eine Tröpfchenbewässerung und eine kompostierbare Bio-Mulchfolie bei Kulturen wie Kürbis und Zucchini, sowie in unseren Gewächshäusern für Tomaten, Paprika und Gurken bewährt. Wir sparen damit so viel Wasser wie möglich, da kaum Flüssigkeit aus dem Boden verdunsten kann.
Durch das tropfen der Schläuche auf die immer gleiche Stelle dringt das Wasser punktuell tief in den Boden ein. Im Gegensatz zur Bewässerung mit Regnern wird das Wasser eher nach unten, als über eine breite Fläche verteilt. Weniger Verdunstung ist die Folge. Diesen Effekt verstärken wir mit dem Einsatz der Bio-Mulchfolie noch zusätzlich. Verdunstendes Wasser setzt sich an der Unterseite der Mulchfolie fest, kondensiert und tropft wieder auf die Beete hinab.

Die Niederschlagsverteilung in den Sommermonaten wandelt sich von langandauernden, dosiertem Regen zu sturzartigen, kurzzeitigen Regenmengen. Daher befindet sich seit Herbst 2020 an unserem Acker ein Regenwasser-Auffangbecken, um die intensiven Niederschlagsmengen speichern und sinnvoll nutzen zu können. Das Wasser in diesem Becken wird von 150 m² Dachfläche unserer Scheune gespeist. In diesem Wasserbecken können wir die oft intensiven Sommerniederschläge puffern und anschließend für mehrere Bewässerungsgänge nutzen.

STROM

Da wir keinen Anschluss an die öffentliche Versorgung haben, realisieren wir die Stromversorgung unserer Bewässerungspumpen und des sonstigen Bedarfs mit Photovoltaikanlagen und testen zur Zeit die Nutzbarkeit einer Kleinwindkraftanlage.